OKV Vereinsmeisterschaft in Elgg 1998


Die Seebezirkler im elften Rang
Text: Simone Spirig, Fotos: Muriel Juple, Layout: Urs Zimmermann

Dieses Jahr wurde Paul Weier und seine Elgger-Pferdefreunde mit der Organisation beauftragt und was das bedeuten würde, konnten sich Insider leicht ausrechnen. Dem OKV sind 136 Vereine angeschlossen, davon angemeldet haben sich nur gerade 46 Equipen ! Sieben Vereine schieden aus, inkl. OKV Vorstand.

Diese Meisterschaft ist immer sehr anforderungsreich und wird von 4er-Equipen bestritten. Dabei umfasst die Aufgabenstellung die Sparten

Dressur: CCB2 + GA04

Springen: Rl + Rll

Gelände: l + II

14 Hindernisse fest 90 cm
7Hindernisse fallend 100 cm
Tempo 420m/Min, 2520m Länge
erl. Zeit 6 Minuten

Damit kann der Einsatz der Reiter ihren besonderen Fähigkeiten angepasst werden, denn die zwei Reiter, welche nur eine Disziplin bestreiten, dürfen nicht in der gleichen eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgte gem. Militaryreglement, was sich teilweise unangenehm in der Wahl von Zäumung und Sporen auswirkte.

(nur stumpfe Sporen + weiche Gebisse sind erlaubt).

Auch wenn gemäss OKV-Reglement der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Teilprü-fungen so festgelegt werden soll, dass nicht nur die Spezialisten teilnehmen können, hat es Paul Weier gut verstanden, im Gelände eine anspruchsvolle B Militaryprüfung zu bauen.


Obwohl bei Nennschluss die Equipe noch nicht so recht stand und kurz vor dem Anlass noch ein Mitglied absprang, haben wir es dann aber doch noch geschafft, vier verwegene Reiter zusammen zu trommeln. Urs Zimmermann mit seinem Vollblüter Sach für's Gelände, Ueli Gerber und Sikkinos für Gelände und Dressur (CC2), Markus Candrian mit der Stute Arlette für's Springen (RII) und ich mit meinem Advocatus Dei für Dressur (GA04) und Springen (RI).

Ueli war der Erststartende unserer Equipe in der Dressur (41). Kurz nach seiner Vorführung ritt ich das GA04, welches in der zweiten Hälfte leider nicht mehr ganz so schwungvoll ausfiel. Mein Adi nützte die Situation schamlos aus, dass ich nurmit stumpfen Sporen reiten durfte (16). Nach dem Mittag startete Ueli in das sehr anspruchsvolle Gelände, welches er bis auf sechs (von sieben) Stangen an den fallenden Sprüngen, problemlos und in der Zeit meisterte (17). Nach einem kurzen "Abstecher" in die Festwirtschaft und deshalb mit etwas Zeitüberschreitung schaffte es auch Urs mit einem Stangenfehler ins Ziel (9).

Die letzte Disziplin, das Springen, fand abschliessend auf dem wunderschönen Springplatz direkt neben der Geländestrecke statt. Ich ritt das RI und konnte trotz einer Verweigerung (am einfachsten Sprung) und einem Holz zufrieden sein (32). Als letzter Reiter startete Markus Candrian im RII, das er mit drei Stangenfehler, aber in einer schnellen Zeit beendete (29).

Sehr zufrieden und natürlich auch etwas müde warteten wir auf die Preisverteilung. Als wir dann bereits als 11. Equipe aufgerufen wurden, waren wir doch etwas überrascht. Wir hatten uns nach den gezeigten Leistungen viel weiter hinten gesehen. Spass hat dieser Tag aber allemal gemacht und wir sind nächstes Jahr sicher wieder mit dabei. Vielleicht sind dann auch die Fans vom Verein anwesend !